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Cuora pani

Pan's Scharnierschildkröte

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Cuora pani lebt in China in der Provinz Shaanxi (SONG 1984 )

Der Carapax ist länglich und eher flach, olivbraun mit einem gelblichen Rand. Sie hat einen flachen, dunklen Mittelkiel. Der Plastron ist hell, gelblich mit einem dunklen Muster.Der Kopf ist schmal, olivfarben und ist im Nasenbereich leicht zugespitzt. Sie hat grünliche Streifen vom Oberkiefer Richtung Trommelfell.

Die Männchen werden so an die 12 cm, die Weibchen bis 16 cm.

Wir halten unsere Tiere nach Geschlechtern getrennt in geräumigen Aquarien mit einem Landteil zum sonnen. Unter einem HQI-Strahler erreichen wir Temperaturen von ca 45C°. Beim Becken des Weibchens ist ein separater Landteil angebracht der über eine Rampe problemlos erreichbar ist. In diesem Landteil befindet sich ein Sand-Torf Gemisch, ist durch eine 150W HQI beleuchtet, 30 cm tief und wird von Zeit zu Zeit wieder befeuchtet. Wir ernähren sie mit Fisch, Muscheln, Garnelen, selbst gemachter Gelatinepudding.

Allgemein ist über diese sehr schöne Schildkröte noch wenig bekannt und es existieren meines Wissens auch noch keine genäueren Beschreibungen. Leider ist sie in der Natur schon beinahe ausgerottet.

Als wir bereits mit der Beleuchtungsdauer am Herunterfahren waren setzten wir das Weibchen zum Männchen und es verging keine Minute und schon bestieg das Männchen, ohne vorhergehendes Balzspiel, sein Weibchen und sie paarten sich. Das Männchen wurde, wie bei Cuora's so üblich, noch etwa 15 min an seinem Penis durchs Wasser gezogen, bevor das Weibchen ihren Liebhaber endlich abstrampeln konnte.

Nach einer Ruhephase im Winter von 2-3 Monaten, setzen wir das Männchen nochmals zum Weibchen.

Am Abend des 07.06.04 hatten wir gesehen, dass das Weibchen gegraben hatte. Sofort machten wir uns daran, die Eier, welche wir in einer Tiefe von 20-25 cm gefunden hatten, auszugraben. Es waren 5 Eier. Wir haben sie aufgeteilt. 3 kamen in Eine, die anderen zwei Eier in eine andere Plastikdose, beide mit feuchtem Vermiculite gefüllt. Die Eine Dose kam in einen Inkubator mit etwa 30.5-31.2°C. Die Andere wurde in einem anderen Inkubator mit etwa 27.2°C überführt. Nachtabsenkung um ca 5°C.

Nach wenigen Tagen konnte man anhand einer weissen Binde erkennen, dass nur 4 der 5 Eier befruchtet waren.

Nach 57 Tagen schlüpften dann die ersten beiden Jungtiere aus ihren Eiern, welche wärmer inkubiert wurden.

Vorsichtig spühlten wir die Resten des Vermiculite unter fliessendem Wasser ab und legten die Schlüpflinge in einer Schale mit wenig Wasser zurück in in den Inkubator. Aus hygienischen Gründen müssen sie die ersten Tage da drin bleiben, bis die kleinen Dottersäcke aufgebraucht und der Bauchpanzer an dieser Stelle geschlossen ist.

Nach einem Tag stellten wir mit Schrecken fest, dass der eine Schlüpfling leblos im Wasser gelegen ist. Als wir ihn herausgenommen hatten, machte er keine Bewegungen mehr und zeigte auch sonnst keinerlei Lebenszeichen. Der Kopf und die Beine hingen leblos aus dem Panzer heraus. Sofort habe ich mit einer Mund- zu Nasenbeatmung angefangen. Mit vorsichtigen, ruckartigen Druckbewegungen versuchten wir das Wasser aus seinen kleinen Lungen zu Pumpen. Dazu habe ich es mit dem Kopf nach unten zwischen Daumen und Zeigefinger festgehalten. Nach ca 15-20 sehr leichten Luftstössen, abwechselnd mit diesen Druckbewegungen zeigte sich eine Reaktion. Wir konnten eine selbständige Atmung beobachten. Damit das Tierchen nicht unnötig aktiv wird, hatten wir es an einer Stelle mit ca 20°C in eine offene Plastikdose ohne Wasser getan. Nach einem Tag absoluter Ruhe zeigte der Schlüpfling bereits wieder Angstreaktionen und zuckte zusammen wenn man sich näherte.

Nach weiteren 2 Tagen scheint das Tierchen in einer guten Verfassung zu sein und unsere Reanimation war erfolgreich, was uns natürlich ausserordentlich gefreut hat.

Das ist das reanimierte Tierchen und es macht uns einen guten Eindruck. Selbstverständlich müssen wir es weiter beobachten, dass es frisst und auch ohne Problem taucht.

Mittlerwile sind auch die anderen zwei Tiere geschlüpft und alle erfreuen sich bester Gesundheit und sind kleine Fressmaschinen geworden.

 

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