Das Verbreitungsgebiet von Trachemys scripta elegans ist sehr gross. Unter anderem vom östlichen New Mexico bis Alabama und auch im Nordosten von Mexico.
Ich halte meine Tiere im Gartenteich wo sie vielerlei Futter selber finden. Hauptsächlich ernähren sie sich von Fischen, Insektenlarven, Schnecken und Pflanzen.

Jeder kennt das Problem mit den billigen Importtieren die immer noch zu Tausenden nach der Geburt in Farmen abgekühlt, das heisst, künstlich in eine Winterruhe versetzt und in aller Welt verteilt werden. Man trifft sie dann auf Märkten und in Zoohandlungen an wo sie für wenig Geld in einer Plastikbox mit einer kleinen Plastikpalme angeboten werden. Mit der Information ist es auch nicht so weit her dass man den Käufern, meist noch Kindern angibt, dass sie so klein bleiben würden oder nur noch geringfügig wachsen.
Die Freude ist sehr gross und der Appetit von den Tierchen auch und so werden sie immer grösser und in wenigen Jahren ist aus dem schnuckeligen Baby eine stattliche, 30 cm lange Rotwangendame geworden.
Dass man sie nicht immer in der Plastikbox halten konnte versteht sich von selbst. Am Anfang ging das ja noch gut mit dem Wasser wechseln, aber jetzt wo man immer mehrere hundert Liter wechseln muss wird das zur Qual. Wenn so ein Tier mal sein Geschäft verrichtet oder eventuelle Futterreste nicht sofort gefressen oder beseitigt wird, ist die Wasserbelastung enorm.
Was mach ich nur mit so einem grossen Tier ? Es wird einfach im nächsten Gewässer ausgesetzt. Ist im ersten Moment ja noch sehr schön wenn sie da so herumpaddeln, hat aber verherende Auswirkungen !!!
Einerseits die Faunenverfälschung, andererseits die Fresslust dieser Tiere. Sie werden sich zwar in der Natur bei unseren klimatischen Verhältnissen nicht Fortpflanzen, überleben werden sie jedoch problemlos. Dann ist es aber vorbei mit Natur und Biotop, da diese gefrässigen Tiere alles wegputzen sei es nun fleischlich oder pflanzlich.
Es stellt sich natürlich grundsätzlich die Frage, ob diese Rotwangen-Schmuckschildkröten noch nachgezüchtet werden sollen oder nicht. Da müsste man sich folgende Überlegung machen:
Wenn man berücksichtigt, dass alle Auffangstationen der verschiedenen Schildkrötenvereinigungen vor lauter Rotwangen Schmuckschildkröten aus allen Näten platzen, macht es meines Erachtens keinen Sinn, solche Tiere noch nachzuzüchten !
Bis anhin dachte man ja, dass die Vermehrung in unseren Breiten nicht möglich ist, aber der Jahrhundertsommer 2003 hat uns eines Besseren belehrt.
Im Frühling 2004 staunte ich nicht schlecht, als ich zwei kleine Rotwangen-Babys in meiner Anlage gefunden habe. Diese hatten vermutlich noch in der Eigrube überwintert uns sind dann im Frühjahr geschlüpft. Somit ist bewiesen, dass es "leider" trotzdem möglich ist und Trachemys scripta elegans, sich bei optimalen Voraussetzungen in unseren Breiten in der Natur draussen vermehrt.

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