Filterung:
Eine leistungsstarke Pumpe mit Filter ist für die Wasserhygiene von Nöten. Da gibt es verschiedenen Möglichkeiten. Eine Variante ist, einen großen Innenfilter zu nutzen. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass die Strömung im Becken mit dieser Variante nicht zu stark wird. Allenfalls kann der Abfluss des Filters über einen Schlauch indirekt wieder von oben in das Becken geleitet werden.
Ein Außenfilter mit einem großen Filtervolumen ist schon eher geeignet. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass sich bei einem Defekt des Filters oder der Schlauchverbindungen der Aquarieninhalt in die Wohnung entleeren könnte. Wir empfehlen jedem, für diesen Fall eine geeignete Versicherung abzuschließen.
Der „Febi Turbocleaner“ hat sich als sehr gut erwiesen. Dieser hat eine Pumpe vorgeschaltet, welche 90 l/min, also 5.400 Liter pro Stunde fördert. Im Filterkübel wird das Wasser durch eine Düse geleitet. Dadurch entsteht ein Gemisch aus Wasser und Luft. Schmutzpartikel binden sich an die Sauerstoffbläschen und werden nach oben durch eine Art Reaktor geleitet. Die Bläschen zerplatzen und das dickflüssige Schmutzwasser fließt durch einen Auslauf aus dem Filter. Dieses Wasser kann übrigens auch als Pflanzendünger verwendet werden.
Eine weitere Möglichkeit ist, das Wasser von der Pumpe in einen externen Pflanzentopf umzuleiten, in dem Pflanzen wie Philodendron (Philodendron scandens) oder dem Fensterblatt (Monstera deliciosa) usw. die Nährstoffe im Wasser abbauen. Um ein Überlaufen des Pflanzentopfs zu verhindern, ist hier darauf zu achten, dass der Ablauf aus dem Pflanzentopf so groß gewählt wird, dass mehr Wasser ablaufen kann, als die Pumpe fördern kann.
Bei allen unseren Filtern befestigen wir den Schlauch des Rücklaufs ein ganzes Stück oberhalb der Wasseroberfläche. Das Plätschern des Wassers erwirkt so eine Sauerstoffzufuhr, was sich günstig auf die Wasserqualität auswirkt. Bei den Becken, die sich direkt an einem Fenster befinden, verzichten wir auf eine mechanische Filterung. Hier verwenden wir Muschelblumen (Pistia atratiotes) und Wasserhyazinthen (Eichhornia crassipes) als biologische Filterung. Der Mulm wird von Zeit zu Zeit abgesaugt und das Becken dann wieder mit Frischwasser aufgefüllt.
Heizung:
Auf die Beheizung des Wassers in unseren Aquarien verzichten wir komplett! Wir steuern alles über die Raumtemperaturen. Somit ist eigentlich die Lufttemperatur immer etwas wärmer als die Wassertemperatur, was wiederum der Natur entsprechen würde. Mit einer Wasserheizung besteht die Gefahr, dass die Wassertemperatur im Vergleich zur Lufttemperatur zu hoch ist. Wenn die Tiere zu kalte Luft einatmen bestände die Gefahr einer Lungenentzündung, was wir so zu verhindern wissen.
Die Räume wiederum werden nicht separat, sondern nur über die Strahlerabwärme der HQI/HCI Brenner beheizt. Somit ergibt sich im Sommer eine Raumtemperatur von ca 28°C und im Winter sind es dann noch 13-15°C.
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