Elaphe situla ist eine kleinere Kletternatter.Sie ist meines Erachtens eine der schönsten europäischen Schlangen. Es gibt auch eine gestreifte Form der Leopardnatter wobei die Gefleckte die Häufigere ist. Sie wird durchschnittlich 70-100 cm lang. Ihr Körper ist schlank und nahezu walzenförmig.
Die Grundfarbe ist gelblichgrau, hell- bis dunkelgrau oder hellbraun mit Teilweise einem Rotstich.Die Rumpfzeichnung ist grosser Variabilität unterworfen. Bei der Kopfzeichnung ist das schwarze Band zwischen den Augen sehr typisch. Es sieht irgendwie aus wie eine Sonnenbrille. :-)
Verbreitungsgebiet ist vorwiegend Albanien, Bulgarien, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Malta, Türkei sowie die Ukraine.
Sie lebt oftmals in der Nähe von Häusern, in Felsen und Steinmauern sowie Stein-und Geröllhaufen durchsetzte vegetationsreiche Flächen. Manchmal sieht man sie auch in verwilderten Gärten, überwucherten Ruinen, Friedhöfen und Strassenrändern. Eigentlich ist sie von Meereshöhe bis auf 800 M.ü.M anzutreffen. In Griechenland sogar bis auf 1400 M.ü.M.

Elaphe situla ist vorwiegend tagaktiv, wobei sie meistens am Morgen und am Abend bis kurz nach der Dämmerung anzutreffen ist. Sie legt sich in niedrigen Grasbüscheln auf die Lauer und frisst zu etwa 85% kleine Nager wie Mäuse und Jungratten. Es wurde auch schon beobachtet, dass sie junge Vögel und Echsen erbeutet hat.
So von Oktober an bis im April bezieht sie ihr Winterquartier und dann kurz nach dem Erwachen beginnt die Paarungszeit. Im Juli und August werden dann lange, walzenförmige, dünnschalige Eier abgelegt aus denen dann nach etwa zwei Monaten die Jungtiere schlüpfen.
Wir haben bei uns 1.1 dieser wunderschönen Natternart. Obschon sie als heikle Pfleglinge gelten haben wir keine Probleme. Bei der Fütterung ist es wichtig, dass man die Tiere auseinander hält. Sobald sie die Mäuse wittern, werden sie sehr nervös und gierig. Wenn die Eine mit fressen fertig ist, die Andere aber noch nicht, ist es auch schon vorgekommen, dass sie sich gegenseitig die Beute wieder aus dem Schlund reissen wollten.
Wir konnten schon mehrmals beobachten, dass wenn die Maus nicht allzu gross ist, sie bei lebendigem Leibe runtergewürgt wird.
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